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MODERNES BÜRO

PRODUKTIV IM OPEN SPACE


Komplexität verringern, Prozesse verbessern, Motivation steigern: Arbeitstechnisch wie ökonomisch entspricht das moderne Open-Space-Büro heutigen Anforderungen am besten. Sein Vormarsch ist deshalb kaum aufzuhalten.


Das Büro ist zunehmend ein Ort der Kommunikation, des Austausches von Wissen, von Erfahrung, Ideen und der Arbeit im Team geworden. Dieses Networking ist der Grund, warum die Mitarbeiter ins Büro kommen – denn einfach „nur“ arbeiten könnten viele dank effizienter Informations- und Kommunikationstechnologien auch anderswo. Was diese Technologien nicht leisten können, wird durch offene Strukturen im Büro gefördert: Sich austauschen, vom Wissen anderer profitieren und damit gemeinsam Aufgaben besser und effizienter lösen. Deshalb gelten die Vorzüge eines Open Space Office inzwischen als weithin anerkannt.

 

Zelle vs. Open Space
Langer Hebel für mehr Effizienz

Zellenbuero
ZELLENBÜRO
Verkehrsfläche: 15 % | Notwendige Nutzfläche: 76 % | Frei nutzbar: 9 %
=> 28 Mitarbeiter auf 427 qm


Open_Space
OPEN SPACE OFFICE
Verkehrsfläche: 23 % | Notwendige Nutzfläche: 49 % | Frei nutzbar: 28 %
=> 28 Mitarbeiter auf 427 qm (+ 6 Mitarbeiter u. 2 Touchdown-Arbeitsplätze)
zusätzlich Denkerzelle, Lounge, Stehbesprechung, Poststelle



Die Effizienzvorteile von individuell optimierten Open-Space-Konzepten gegenüber dem klassischen Zellenbüro zeigt der direkte Vergleich. Einen wichtigen Anhaltspunkt dafür liefern Kennzahlen, die das Deutsche Büromöbelforum ermittelt hat. Danach entfallen etwa 80 Prozent der Bürokosten auf Personal und 14-15 Prozent auf die Flächen; der verbleibende Rest verteilt sich auf Sachmittel und Einrichtung. Den hohen Aufwand für Personal und Flächen – zusammen immerhin 95 Prozent – gilt es so gewinnbringend wie möglich zu nutzen. „In einer offenen Net’n Nest-Büroumgebung hat der Mitarbeiter eine kleinere persönlich zugewiesene Arbeitsfläche, dafür jedoch attraktive Möglichkeiten gemeinschaftlich genutzter Angebote zur informellen Kommunikation, Rekreation und Konzentration,“ betont Rudof Pütz, Geschäftsführer von Vitra. „Diese Flächen eröffnen ebenso die Flexibilität für Team- und Projektarbeit. Insgesamt ergeben sich wesentlich vielseitiger und damit effizienter nutzbare Flächen als in einer Zellen- oder Kombi-Office-Struktur mit höherem Kommunikations- und Wohlfühlwert.“


Die „Net ‘n’ Nest“-These
Wichtig ist, dass Open-Space-Konzepte sorgfältig geplant und durch geeignete bauliche Maßnahmen flankiert werden. Wer sein Einzelbüro aufgibt, muss dafür etwas zurückbekommen. Zentraler Wohlfühlfaktor dabei ist eine gute Akustik. Auch Licht und Klima gehören dazu. Das beispielsweise vom Schweizer Hersteller Vitra propagierte Open-Space-Konzept hat mit der Bürolandschaft der 60er Jahre wenig gemein. Es baut auf der „Net ‘n’ Nest“-These auf: Wir kommen ins Büro, um mit anderen zu kommunizieren – Net; wir brauchen aber auch die Möglichkeit des produktiven Rückzugs aus der Kommunikationsgemeinschaft – Nest. Die Strategie beruht also auf dem Grundprinzip des Open Space mit verdichteten Arbeitsplätzen einerseits (Net) und den Inseln des Rückzuges für Gespräche, Sitzungen, konzentriertes Arbeiten, etc. (Nest) auf der anderen Seite.

Kompetente Planung bedeutet maximalen Vorteil
„Für das Unternehmen liegen die Vorteile in flexiblen Organisations- und Arbeitsstrukturen, einer schnellen und effizienten Vernetzung und Nutzung des kollektiven Wissens der Mitarbeiter,“ so Vitra-Geschäftsführer Rudolf Pütz. „Die Mitarbeiter wiederum profitieren von einer hohen Arbeitsplatzqualität und einer lebendigen, attraktiv gestalteten Umgebung, in der es Freude macht zu arbeiten.“
Ob und wie viele „nicht territoriale“ (d.h. nicht direkt einem Mitarbeiter zugewiesene) Arbeitsplätze, geschlossene Arbeitsplätze (wie z.B. für den Personalchef), etc. sich in diesem Büro befinden, ist je nach Unternehmen genau abzuklären, auch wie vieler offener oder geschlossener Inseln (wie z.B. Sitzungszimmer) es bedarf. Damit verbinden sich große Vorteile – aber auch eine Herausforderung: Die notwendigen Beratungs- und Planungsarbeiten sollten in den Händen erfahrener und einfühlsamer Einrichtungsfachleute liegen.

netnnest

Hier ist gut Nesting: „Alkove“ Sofas und verstellbare Pulte „NesTable“ von Vitra, Teppich „Sauvage “ von Carpet Sign und Hängeleuchte „ST 902“ von Tom Rossau.



Open_office_1

Arbeitsplatzsystem „Joyn“ von Vitra, Schränke von werner works.

 

Open_office_4

Akustikelement „Clouds“ von Kvadrat. Das „Haus im Haus“ als Nesting-Zone (oben r.) ist individuell angefertigt. Separat: die Technik-Ecke (unten r.).



Open_office_3

Das Arbeitsplatzsystem „Level 34“ von Vitra ist nur eine von vielen Optionen, um die Net’n Nest Philosophie umzusetzen.







 
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