Salone del Mobile, Clean Working, AndreaMariani
Salone del Mobile, Clean Working, AndreaMariani
Fuorisalone in der Zona Tortona 2017, Andrea Mariani
Fuorisalone in der Zona Tortona 2017, Andrea Mariani
Stand von Knoll auf dem Salone del Mobile 2017, Saverio Lombardi Vallauri
Stand von Knoll auf dem Salone del Mobile 2017, Saverio Lombardi Vallauri
Yuji Okitsus, Lighflakes beim SaloneSatellite 2017, Andrea Mariani
Yuji Okitsus, Lighflakes beim SaloneSatellite 2017, Andrea Mariani

Möbelschau mit Unterhaltungswert

Der Salone del Mobile in Mailand war 2017 einmal mehr die Nabelschau der Einrichtungsbranche. Fast so wichtig wie die Neuheiten ist für die Besucher aber das Drumherum. Trends lassen sich in der Vielzahl der Stile dabei nicht so leicht ablesen.
Messen & Events
Ist das noch eine Möbelmesse oder eher ein allumfassendes Ästhetik-Event bei dem sich Kunst, Design und Business mischen? Möbel spielen für die Profis dabei zwar immer noch die Hauptrolle aber die Ablenkung ist groß. Dabei zukunftsweisende Trends zu entdecken fällt nicht leicht: Da gibt es einmal mehr neue Farben, viele neue Accessoires, trendige Materialien – und die eine oder andere Gestaltungsperle mit Klassiker-Potential. Ja, es gibt wieder bequemere Esszimmerstühle, überhaupt erlaubt man sich wieder lässiger zu sitzen, ob auf Sesseln oder Sofas. Und ja, das Handwerk und die mit ihm verbundene Qualität feiern fröhliche Urständ. Wohnen ist keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern definiert zunehmend das eigene Leben. Da will man sich schon mal Edles, Wertiges, wahrlich Schönes leisten. Wichtig ist in Mailand neben den Neuheiten vor allem auch die Kontaktpflege, sind die Inspirationen, die man sich in ungewöhnlichen Locations und bei Events holt. Das war schon lange so, aber es wird immer bedeutender. Dabei kann niemand am Ende alles auch nur halbwegs Wichtige selbst gesehen haben, Geheimtipps bleiben nicht lange geheim, damit kann man sich leichter auf Wesentliches konzentrieren. 343.602 Besucher aus 165 Ländern zählte die Messe offiziell an den sechs Tagen, das kann man für die Stadt insgesamt sicher vervielfachen, denn schließlich fühlt jeder aktiv oder passiv Kreative Europas (aber inzwischen auch Asiens) sich geradezu verpflichtet, Anfang April in Mailand zu sein. Und sei es nur deswegen, weil die anderen eben auch alle da sind. Und weil es zugegebenermaßen tatsächlich das eine oder andere Highlight zu erleben gibt. Das muss man nur finden. Dann ist die fünfte Mailänder Jahreszeit, wahrscheinlich wieder die Schönste.
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