Stefan Diez, Foto: Robert Fischer
Stefan Diez, Foto: Robert Fischer
New Order von Stefan Diez für HAY
New Order von Stefan Diez für HAY
Entwurfszeichnungen New Order von Stefan Diez
Entwurfszeichnungen New Order von Stefan Diez
Entwurfszeichnungen New Order von Stefan Diez
Entwurfszeichnungen New Order von Stefan Diez
Feintuning an New Order
Feintuning an New Order
Steckprofil New Order
Steckprofil New Order
Härtetest New Order
Härtetest New Order
New Order von Stefan Diez für HAY
New Order von Stefan Diez für HAY
Detail New Order von HAY
Detail New Order von HAY
New Order von Stefan Diez für HAY
New Order von Stefan Diez für HAY
New Order von Stefan Diez für HAY
New Order von Stefan Diez für HAY

„Systeme sind offen“

Designer Stefan Diez spricht über sein Regalsystem New Order für HAY – und verrät, warum sein Atelier laufend umgebaut wird.
Hersteller & Personen

CI Magazin: New Order ist mehr als ein Regal, es ist ein System. Warum sind modulare Systemmöbel in der Arbeitswelt so wichtig?

Stefan Diez: So wie aus Buchstaben Wörter und Sätze entstehen, lassen sich aus den Bausteinen eines Möbelsystems unendlich viele maßgeschneiderte Antworten formulieren. Systeme sind offen. Sie besitzen Charakter und Funktion eines Werkzeugs und sind sozusagen die industrielle Antwort auf individuelle Aufgabenstellungen.


Was ist das Moderne an New Order?

In vielen Unternehmen wird im Open Space gearbeitet, kleine Einzelbüros sind selten geworden. Den Möbeln fällt eine raumordnende Funktion zu. Mit New Order können kleine bis sehr große zusammenhängende Strukturen gebaut werden, die Privatsphäre bieten, Schall schlucken, Dinge ordnen und sich immer wieder zu anderen Konstellationen umbauen lassen. Sie sind effizient und reflektieren den Wunsch, in flachen Hierarchien oder Gruppen zu arbeiten. Diese Strukturen kann man immer wieder den Veränderungen am Arbeitsplatz anpassen. Aus den Systembausteinen von New Order lassen sich nicht nur Büroeinrichtungen, sondern auch Werkbänke und Ladeneinrichtungen bauen, Kinderzimmer, Schlafgelegenheiten oder Kleinmöbel für das Wohnzimmer.


Was würden Sie Einrichtern großer Räume raten?

Uns geht es am Arbeitsplatz um Strukturen und Muster, die Orientierung bieten, die logischen Abläufen entgegenkommen und sich nicht monoton wiederholen. Es geht um eine Art natürlicher Ordnung. So was kann man mit New Order ziemlich gut hinbekommen.


Welche Vorteile hat der Käufer?

Die industrielle Herstellung ermöglicht es, sehr raffinierte Systembausteine zu einem moderaten Preis zu produzieren. Der Kunde bekommt durchdachte und ausgereifte Lösungen zu einem erschwinglichen Preis, die laufend weiterentwickelt und über viele Jahre nachgekauft werden können.


Wird man New Order auch in Jahrzehnten noch erweitern können?

New Order legt den Fokus auf Raumordnung und auf Flexibilität. New Order ist natürlich als Langzeitprojekt ausgelegt, so dass man es auch in Jahren noch erweitern können wird.


Wodurch zeichnet sich das modulare Konstruktionsraster aus?

Das Wichtigste am Raster von New Order ist, das man es von unten nach oben und an Ort und Stelle selbst aufbauen kann. Man kann es auch fest mit der Architektur verbinden. Alle Funktionsteile, seien es Türen, Schubladen, angedockte Tische oder ein Schallschutzpaneel, lassen sich nachträglich anbringen, ohne die Struktur verschieben zu müssen.


Ist das System vollständig, oder kommen noch Module hinzu?

Als Nächstes wird es Türen und Wände aus Stahlblech geben sowie Schubladen aus Aluminium. Beides wird sich mit einem Schließsystem absperren lassen. Das momentane Tiefenraster von 34 Zentimetern wird durch 55 Zentimeter tiefe Elemente ergänzt, und Türen werden in Zukunft in unterschiedlichen Höhen angeboten. Außerdem arbeiten wir an einer Reihe von Accessoires.


Würden Sie Ihr eigenes Büro als strukturiert und geordnet bezeichnen?

Es gibt eine feste Struktur aus Tischen und Stauraum und dazwischen viel freien Platz, den wir je nach Projekt sehr unterschiedlich nutzen. Eigentlich wird das Atelier laufend umgebaut. Ordnung ist mir wichtig, aber das bedeutet nicht, dass alles seinen festen Platz haben muss. Es ist wie eine Skizze, die sich laufend verändert und doch zu jedem Zeitpunkt fertig ist.


Das ganze Interview mit Stefan Diez lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des CI Magazins, die sie hier bestellen können.

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern. Wenn Sie weiter auf unserer Seite surfen, akzeptieren Sie die Cookie-Policy. Weitere Informationen
Bitte warten