After the Wall. Design seit 1989, Vitra Schaudepot, Patrick Jouin iD, Entwurfsskizze für Solid C2 © Patrick Jouin iD
After the Wall. Design seit 1989, Vitra Schaudepot, Patrick Jouin iD, Entwurfsskizze für Solid C2 © Patrick Jouin iD
After the Wall. Design seit 1989, Vitra Schaudepot, Jurgen Bey, Tree-trunk Bench, © Droog
After the Wall. Design seit 1989, Vitra Schaudepot, Jurgen Bey, Tree-trunk Bench, © Droog
After the Wall. Design seit 1989, Vitra Schaudepot, Marc Newson, Bucky-Installation in der Fondation Cartier pour l’art contemporain in Pari  ©  Florian Kleinefenn
After the Wall. Design seit 1989, Vitra Schaudepot, Marc Newson, Bucky-Installation in der Fondation Cartier pour l’art contemporain in Pari © Florian Kleinefenn
Nordic Design. Die Antwort auf Bauhaus, Spielobjekte von Kay Bojesen, Bröhan Museum, © Pernille Klemp
Nordic Design. Die Antwort auf Bauhaus, Spielobjekte von Kay Bojesen, Bröhan Museum, © Pernille Klemp
Nordic Design. Die Antwort auf Bauhaus, Vasen „Seifenblase“ von Kaj Franck, Bröhan Museum  ©  Iiro Muttilainen
Nordic Design. Die Antwort auf Bauhaus, Vasen „Seifenblase“ von Kaj Franck, Bröhan Museum © Iiro Muttilainen
Nordic Design. Die Antwort auf Bauhaus, Hängeleuchte „Spiral“ von Poul Henningsen, Bröhan Museum © Poul Henningsen, Louis Poulsen
Nordic Design. Die Antwort auf Bauhaus, Hängeleuchte „Spiral“ von Poul Henningsen, Bröhan Museum © Poul Henningsen, Louis Poulsen
Nordic Design. Die Antwort auf Bauhaus, Pfauenstuhl von Hans J. Wegner, Johannes Hansen, Bröhan Museum,  ©  DANSK MØBELKUNST GALLERY
Nordic Design. Die Antwort auf Bauhaus, Pfauenstuhl von Hans J. Wegner, Johannes Hansen, Bröhan Museum, © DANSK MØBELKUNST GALLERY
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Balkrishna Doshi, Pinakothek der Moderne © Iwan Baan 2018
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Balkrishna Doshi, Pinakothek der Moderne © Iwan Baan 2018
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Doshis Bürogebäude, Sangath Architect’s Studio, Pinakothek der Moderne, © Iwan Baan 2018
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Doshis Bürogebäude, Sangath Architect’s Studio, Pinakothek der Moderne, © Iwan Baan 2018
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Treppenaufgang zu den Arbeitsplätzen in Doshis Architekturbüro, Pinakothek der Moderne © Vastushilpa Foundation, Ahmedabad
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Treppenaufgang zu den Arbeitsplätzen in Doshis Architekturbüro, Pinakothek der Moderne © Vastushilpa Foundation, Ahmedabad
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Detailansicht der Dachlandschaft des Kunstraumes, Amdavad Ni Gufa, Pinakothek der Moderne © Iwan Baan 2018
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Detailansicht der Dachlandschaft des Kunstraumes, Amdavad Ni Gufa, Pinakothek der Moderne © Iwan Baan 2018
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Korridore des Indian Institute of Management, Pinakothek der Moderne © Courtesy of Vastushilpa Foundation, Foto Vinay Panjwani
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Korridore des Indian Institute of Management, Pinakothek der Moderne © Courtesy of Vastushilpa Foundation, Foto Vinay Panjwani
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Eingangshalle der School of Architecture, CEPT Universität, Pinakothek der Moderne © Courtesy of Vastushilpa Foundation, Foto Vinay Panjwani
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Eingangshalle der School of Architecture, CEPT Universität, Pinakothek der Moderne © Courtesy of Vastushilpa Foundation, Foto Vinay Panjwani
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Aranya Low Cost Housing for Indore Development Authority, Pinakothek der Moderne © Vastushilpa Foundation
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Aranya Low Cost Housing for Indore Development Authority, Pinakothek der Moderne © Vastushilpa Foundation
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Wohnhaus vor dem Einzug der Bewohner in seiner ursprünglichen Konfiguration, Pinakothek der Moderne © Vastushilpa Foundation
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Wohnhaus vor dem Einzug der Bewohner in seiner ursprünglichen Konfiguration, Pinakothek der Moderne © Vastushilpa Foundation
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Doshis Bibliothek, Pinakothek der Moderne © Vastushilpa Foundation
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Doshis Bibliothek, Pinakothek der Moderne © Vastushilpa Foundation
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Konzerthalle, Premabhai Hall, Pinakothek der Moderne © Courtesy of Vastushilpa Foundation, Foto Vinay Panjwani
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Konzerthalle, Premabhai Hall, Pinakothek der Moderne © Courtesy of Vastushilpa Foundation, Foto Vinay Panjwani
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Ompuri Tempel, Pinakothek der Moderne © Courtesy of Vastushilpa Foundation, Foto Vinay Panjwani
Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Ompuri Tempel, Pinakothek der Moderne © Courtesy of Vastushilpa Foundation, Foto Vinay Panjwani

Die spannendsten
Ausstellungen des Herbsts

Bauhaus und der Norden, 30 Jahre Design-Geschichte und ein indischer Star-Architekt – ein Streifzug für Ästheten.
Ausstellungen

Weil am Rhein: After the Wall. Design seit 1989

30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und zum 30. Geburtstag des Vitra Design Museums widmet sich die Ausstellung dem Design der vergangenen drei Jahrzehnte. Sie zeigt Schlüsselwerke aus den Bereichen Produktdesign, Möbeldesign oder Grafik, etwa von Jasper Morrison, Philippe Starck, Hella Jongerius, Muji oder IKEA, aber auch aktuelle Entwürfe junger zeitgenössischer Designer, die einen Ausblick auf die Zukunft erlauben. Die Exponate zeigen, dass sich viele der globalen Umbrüche der letzten 30 Jahre auch im Design spiegeln: von einem wachsenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit bis hin zu großen gesellschaftlichen Umwälzungen durch die Öffnung des Internets für die zivile Nutzung im Jahr 1989. Während das westliche Design der 1980er Jahre noch von einem postmodernen Überschwang geprägt war, zeichneten sich die 1990er Jahre durch einen Hang zu Reduktion und Schlichtheit aus. Bereits 1988 hatte Jasper Morrison mit seinem „Plywood Chair“ ein Symbol der „neuen Einfachheit“ geschaffen, die später die gesamte Möbelbranche erfasste. Dies zeigte sich etwa in Maarten Van Severens Stuhl „CN° II“ (1992), aber auch in Produkten des schwedischen Möbelgiganten IKEA, die spätestens in den 1990er Jahren in fast alle westlichen Wohnzimmer einzogen. In den 90er-Jahren entstanden aber auch eigentümliche Entwürfe wie Tejo Remys Kommode „You Can’t Lay Down Your Memory“ (1991), die aus ausrangierten, billig gefertigten Schubladen zusammengesetzt ist. Das Internet führte zu einem Boom in der Kommunikation von Marken und Luxusartikeln, zugleich wurde die Gestaltung von digitalen Oberflächen und Inhalten zu einem wichtigen neuen Betätigungsfeld für Designer. Das lässt sich beispielsweise an den Emojis ablesen, die Shigetaka Kurita erstmals Ende der 1990er-Jahre als Satz von 176 Stück für den japanischen Mobilfunkanbieter Docomo entwarf.

Das Aufkommen von computergestützter Gestaltung und Fertigung beeinflusste auch die Form von Alltagsgegenständen und spiegelt sich in einer technoiden Ästhetik, die sich beispielsweise an vielen Apple-Geräten dieser Zeit ablesen lässt. Die Ausstellung beleuchtet aber auch die wachsende Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit im Design, etwa mit dem Stuhl „111 Navy Chair“ (2010) von Emeco, der aus 111 recycelten PET-Flaschen besteht, dem „Well Proven Chair“ (2012) von Marjan van Aubel und James Shaw, der durch die Mischung von Bio-Harz mit Holzabfällen entsteht, und dem „Recycled Carbon Chair“ (2016) von Marleen Kaptein, der Kohlefaserreste in ein Möbel verwandelt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die in den vergangenen 30 Jahren entstandenen Objekte der Sammlung des Vitra Design Museums, gleichzeitig wirft sie anhand dieser weitreichende Fragen auf: Welche Rolle spielt Design in unserer jüngsten Zeitgeschichte? Wie beeinflussen wir durch unser Konsumverhalten die Welt, in der wir leben – und wie beeinflusst sie uns? Und was wird wohl als Nächstes kommen…

After the Wall. Design seit 1989, Vitra Schaudepot, Weil am Rhein, 26.10.2019 - 23.2.2020, www.design-museum.de



Berlin: Nordic Design. Die Antwort auf Bauhaus

Das Bauhaus-Jubiläumsjahr ist (fast) vorbei, (fast) alles ist dazu gesagt und gesehen. Aber wie hat das Umfeld auf das Bauhaus reagiert? Das Bröhan-Museum zeigt mit der Ausstellung „Nordic Design. Die Antwort aufs Bauhaus“, wie die Gestalter in den nordischen Ländern auf den deutschen Funktionalismus reagiert haben und was die skandinavische Moderne mit dem Bauhaus zu tun hat. Von dem finnischen Architekten und Designer Alvar Aalto über den Vater des schwedischen Funktionalismus Sven Markelius und die international gefeierten dänischen Designer Hans J. Wegner und Arne Jacobsen liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf den 50er- und 60er-Jahren. Den Abschluss bilden futuristische Entwürfe von Verner Panton, Eero Aarnio und Marimekko, die den endgültigen Bruch der nordischen Länder mit dem Funktionalismus markierten.

Nordic Design. Die Antwort auf Bauhaus, Bröhan Museum, Berlin, 24.10.2019 - 1.3.2020, www.broehan-museum.de

Foto: Gestaltung Werbemotiv: Gerwin Schmidt, München, unter Verwendung von: Arne Jacobsen, Serie 7 Stuhl 3107, 1955, Privatbesitz © Arne Jacobsen/Fritz Hansen


München: Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen

Balkrishna V. Doshi, geboren 1927 in Pune, ist Architekt, Städteplaner und Lehrer. Er zählt zu den einflussreichsten modernen Architekten Indiens. 2018 wurde Doshi mit dem Pritzker-Preis geehrt, der weltweit renommiertesten Auszeichnung für Architektur. Seit den 1950er-Jahren hat Doshi mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter Verwaltungs- und Kultureinrichtungen, Siedlungen und Wohnhäuser. International bekannt wurde er durch seine visionären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein großes Engagement im Bildungsbereich. Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Louis Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete. Ausgehend von deren moderner Formensprache hat er jedoch ein ganz eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht.

Balkrishna V. Doshi – Architektur für den Menschen, Pinakothek der Moderne, München,

17.10.2019 - 19.1.2020, www.pinakothek-der-moderne.de

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